Wenn die Lebensreise endet
Ich habe alle meine Tiere bis zu ihrem letzten Atemzug begleitet. Manchmal gab es diesen einen unscheinbaren Moment, in dem sich alles veränderte. Als würden sie über Nacht altern. Die Schritte werden schwerer, der Blick tiefer. Dann trifft es mich jedes Mal wie ein Blitz – das Leben ist endlich, der Abschied möglicherweise nicht mehr allzu fern.

Das Gesetz des Lebens
Das Sterben ist für mich kein plötzlicher Abbruch mehr, sondern ein Prozess. Diese Ansicht auf das Sterben, habe ich durch die Tierkommunikation gewonnen. Das Sterben ist ein Prozess des Lebens, der beides in sich trägt: Schmerz, aber auch eine ganz besondere, stille Schönheit. Für mich ist es ein Geschenk, meine Tiere bei diesem Übergang bewusst zu begleiten und tief mit ihnen verbunden zu sein. Sie gehen mit dem Tod so selbstverständlich um, dass sie mir oft die Furcht nehmen. Sie wissen instinktiv, dass es kein Ende ist, sondern nur ein Kleiderwechsel der Seele.
Ich habe den kleinen Terrier oben auf dem Bild im März 2023 nach 16 gemeinsamen Jahren gehen lassen. Mein großer Doggen-Mix hat im November 2015 seine Reise angetreten. Wir hatten ihn 2010 im Alter von 5 Jahren aus dem Tierheim zu uns genommen. Er durfte noch noch 5 schöne Jahre bei uns genießen. Er war für meinen Terrier der große Onkel.
„Die Angst der Seele vor dem Geborenwerden ist genauso groß wie die vor dem Sterben.“
Trauer kann den Übergang erschweren
Als Physiotherapeutin sehe ich die körperlichen Zeichen, als Tierkommunikatorin weiß ich: Da passiert noch viel mehr.
Wir Tierbesitzer neigen dazu, schon zu trauern, bevor der Abschied überhaupt da ist. Wir leiden mit, wir weinen, wir haben Angst vor dem Tag X. Das ist menschlich, aber hast du dich mal gefragt, wie das bei deinem Tier ankommt?
Tiere leben im Hier und Jetzt. Für sie ist das Sterben kein Schreckgespenst, sondern ein natürlicher Prozess – das Gesetz des Lebens. Wenn wir jedoch in ihrer Gegenwart in tiefe Trauer verfallen, stiftet das Unruhe. Sie verstehen unsere Angst nicht. Sie spüren nur: „Mein Mensch ist traurig, wenn er mich ansieht. Mache ich etwas falsch? Muss ich bleiben, damit es ihm besser geht?“ Oft bleiben Tiere nur deshalb noch hier und halten an ihrem Körper fest, damit wir nicht leiden. Sie möchten uns stützen, obwohl sie selbst schon bereit für den Übergang wären.
Die Kunst des Loslassens
Die größte Unterstützung, die wir geben können, ist:
- Loslassen: Dem Tier die Erlaubnis geben, zu gehen, wenn seine Hülle zu schwer wird.
- Präsenz: Einfach da sein, bis zum Schluss, ohne in der Zukunft zu hängen.
- Vertrauen: Darauf zu bauen, dass du den richtigen Zeitpunkt instinktiv wählen wirst.
Die Zeit, die noch bleibt, sollte genossen werden – mit jedem Sonnenstrahl und jedem bewussten Atemzug. Der Tod ist ein Bestandteil des Lebens. Beides ist ein Übergang. Tiere gehen damit viel selbstverständlicher um als wir. Sie verlassen ihre Hülle, aber sie verschwinden nicht. Die Seele bleibt.
Wenn wir lernen, den Tod nicht als Feind, sondern als Begleiter zu sehen, verliert er seinen Schrecken.
Vertrau Dir! Du wirst wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist
Manchmal braucht es nur ein wenig Unterstützung, um den Kopf leise werden zu lassen und wieder auf das Herz zu hören. Die Signale deines Tieres sind da – die Kunst ist, sie nicht aus Eigennutz zu überhören. Wenn du die Perspektive deines Tieres durch eine Tierkommunikation erfahren möchtest, um letzte Fragen zu klären, um deinem Tier noch einen Wunsch zu erfüllen oder einfach in Frieden loszulassen, kontaktiere mich gern.