Warum Tiergespräche keine Gebrauchsanweisung sind
Manchmal stehen wir an einem Punkt, an dem gar nichts mehr zu funktionieren scheint. Der Hund geht mit voller Anspannung an der Leine, das Pferd blockiert plötzlich beim Reiten und in unserem Kopf dreht sich das Gedankenkarussell: „Was mache ich denn jetzt schon wieder falsch? Was muss ich noch ausprobieren, damit es endlich auch bei mir funktioniert, so wie bei xy?“

Wir suchen nach Antworten, nach Anleitungen, fast wie nach einer Gebrauchsanweisung. Wir wünschen uns jemanden, der dem Tier einfach sagt, was es tun darf und was nicht.
Ich hatte letztens eine Anfrage für ein Tiergespräch, wo es unter anderem genau darum gehen sollte. Die Kundin wünschte sich, dass ihr Hund nicht mehr an der Leine zieht und bat mich, ihm zu sagen, dass er dieses Verhalten lassen soll.
Ich habe der Kundin direkt gesagt, dass ich diesen Wunsch so nicht erfüllen werde. Das ist nicht Sinn einer Tierkommunikation. Es geht nicht darum, Tieren zu sagen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Es geht vielmehr darum, einen Raum zu öffnen, um zu verstehen, warum ein Verhalten gezeigt wird. Damit im Anschluss gemeinsam mit dem Tier geschaut werden kann, welche Veränderungen es braucht, damit das Zusammenleben für alle leichter wird .
Kann Tierkommunikation Wunder bewirken
Das sicher nicht. Aber einen Grundstein für spürbare Veränderungen legt sie ganz sicher. Durch tiefes Verständnis können Erkenntnisse gewonnen werden, die euren gesamten weiteren Weg verändern. Und was noch viel viel mehr bewirkt, ist die Tatsache, dass dein Tier durch ein Tiergespräch die Erfahrung macht, dass du es wirklich siehst. Denn eine Tierkommunikation funktioniert nicht nur einseitig. Ich übermittle dir die Botschaften von deinem Tier, genauso gern gebe ich jedoch auch die Worte weiter, die du für dein Tier hast. Wobei dein Tier ohnehin schon längst weiß, dass du es von Herzen liebst.
Der Schritt vom Funktionieren ins Spüren
Wenn wir Verhaltensweisen endlich nicht mehr als „Fehlverhalten“ oder Protest interpretieren, sondern als Einladung verstehen, genauer hinzusehen, passiert etwas Wundervolles: Denn dem gewonnenen Verständnis folgt Vertrauen und aus Vertrauen entstehen Harmonie und Liebe. Und bedingungslose Liebe ist das, was uns die Tiere täglich schenken.
Das Verhalten deines Tieres ist kein Widerstand, sondern eine klare Botschaft.
Dein Tier handelt niemals gegen dich, das kann ich gar nicht oft genug betonen. Es zeigt dir auf seine Art mögliche Spuren von Überforderung, von körperlichen Blockaden oder schlichtweg von Missverständnissen zwischen euch. Im Alltagsstress kann dein Gefühl dafür einfach auch mal untergehen, das ist ja kein Drama.
Wenn du aber überhaupt nicht weißt, wie du das Verhalten deines Tieres einordnen kannst, braucht es nicht unbedingt eine weitere Trainingsmethode oder verständnislose Verbote und schon gar keine Maßregelungen.
Vielleicht kann ich in einer Tierkommunikation direkt schauen, wo es bei euch gerade hakelt. Es braucht einfach nur deinen Mut, die Dinge anzuschauen.
- Den Mut, kurz innezuhalten
- Den Mut, den eigenen Verstand leiser zu stellen und dem Bauchgefühl zu vertrauen
- Den Mut, deinem Tier wirklich zuzuhören – selbst wenn die Antwort anders ausfällt als erwartet
Wenn du diesen Perspektivwechsel zulässt, verändert sich nicht nur das Verhalten deines Tieres. Es verändert sich die Energie zwischen euch.
Und wenn du jetzt sagst, dass du gern der mutigste Mensch für dein Tier sein möchtest, dann bin ich für dich da und helfe dir dabei zu erkennen, was dein Tier dir mitteilen möchte.
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