Mein Pferd wollte nicht mehr in den Wald
Seit Januar 2026 sind mein Irish Cob Wallach Dumbell und ich nun zu zweit. Nach fast 25 gemeinsamen Jahren hat uns mein anderer Tinkerwallach Bannon (29 Jahre) verlassen.
Ein tiefer Schmerz, eine unfüllbare Lücke – für mich, aber ganz besonders für Dumbell. Die beiden waren ein Dreamteam und auch mein Dreamteam.

Warum Trauer der Auslöser war und wie ich das erkannt habe
Seitdem war mein großer, starker, ausgeglichener Schecke verändert. Er suchte noch mehr meine Nähe, ist unheimlich anhänglich geworden. Er war nach wie vor zum Spielen aufgelegt und auch immer noch der Clown, so wie ich ihn kenne. Doch sobald wir Richtung Wald gegangen sind, der sonst unser zweites Zuhause war, zögerte er. Er war stets meine absolute Lebensversicherung im Gelände gewesen.
Wir konnten zwar gemeinsam losgehen, aber sobald wir das Ende unserer Koppelflächen erreichten und der Hof langsam außer Sichtweite geriet – blieb er stehen, schaute mich mit ruhigen Augen an und sagte: „Nein, heute lieber nicht weiter. Hier ist meine Grenze. Lass uns zusammen hier bleiben.”
Manchmal ist ein NEIN deines Pferdes kein Verweigern, sondern die Bitte, noch einmal genauer hinzusehen
Und weißt du was? Das war völlig okay für mich.
Er verweigerte sich nicht. Er zeigte mir lediglich, dass er Zeit braucht. Der Offenstall und seine Pferdefreundin, eine Warmblutstute, sind sein geschützter Raum. Ich habe darauf reagiert und gesagt: Das ist okay. Ich bin da für dich. Du musst den Verlust nicht allein tragen. Ich geb dir die Zeit, die du brauchst für deine Trauer.
Ich weiß nicht, ob ich ohne die Möglichkeit der Tierkommunikation so gut verstanden hätte, was mein Pferd brauchte. Die letzten Monate haben mir gezeigt, was der mentale Kontakt und der Austausch mit Tieren wirklich bewirken kann.
Manchmal besteht Vertrauen nicht darin, kilometerweit auszureiten – sondern darin, hinzuhören, Bedürfnisse zu erkennen und Dingen ihre Zeit zu geben. Aber auch einfach den gemeinsamen Moment zu leben und zu genießen, was ist.
Und das Verrückte daran, im Rückblick brauchte ich diese Zeit wahrscheinlich genauso.
In dem Moment in dem ich das erkannt habe und sich meine innere Haltung verändert hat, konnte auch Dumbell wieder seine Mitte finden und loslassen.
Trauer und Verlust wiegen schwer – aber wenn wir uns erlauben, diesen Schmerz zu erleben, auch gemeinsam mit unseren Tieren, die noch hier sind, anstatt die Trauer wegzudrücken, kann daraus eine enge Verbundenheit wachsen.
Ich möchte dir mit diesen Zeilen zeigen, dass du nicht allein bist. Dass du deiner Trauer Raum geben darfst. Dass du Unterstützung finden kannst.
Wenn du dir auf diesem Weg einen geschützten Raum wünschst, eine Begleitung zum Austausch, zum Zuhören, zum Weinen und zum Lachen, begleite ich dich von Herzen gern.
Oder wenn du ein NEIN deines Pferdes spürst und herausfinden möchtest, wo die Ursache liegt, damit ihr wieder mit Leichtigkeit eure Zeit verbringen könnt. Melde dich gern.