Meine Philosophie
Die gemeinsame Arbeit mit Pferden ist in meiner Wahrnehmung eine Kunst. Sie lebt nicht allein von Wissen und Erfahrung, sondern wird vielmehr von feinem Gefühl und tiefer Intuition geleitet.
Dabei begegne ich jedem Wesen mit tiefem Respekt, denn Tiere allgemein und Pferde im Besonderen bewahren sich eine absolute Integrität. Sie sind in jedem Moment aufrichtig und unverfälscht – und genau diese unbestechliche Art ist es, die meine Arbeit nährt und mich stets tief berührt.

Meine Herzensverbindung
Aufgewachsen im Norden Berlins, blicke ich auf eine wundervolle Kindheit zurück, für die ich meinen Eltern sehr dankbar bin. Schon damals gab es für mich nichts Schöneres als die Nähe zu Tieren – eine Leidenschaft, die meine Familie von Anfang an liebevoll unterstützt hat. Doch mein innigster Wunsch – ein eigener Hund – blieb lange Zeit ein Traum. Das berufliche Engagement meiner Mutter, der Flugdienst meines Vaters, oft verbunden mit längeren Abwesenheiten und unsere aktiven Familienurlaube im Ausland, beim Segeln oder Skifahren ließen für einen Gefährten mit diesem Zeitbedarf schlichtweg keinen Raum. Während Hamster, Meerschweinchen und Wellensittich mich durch meine Kindheit begleiteten und bei Abwesenheit unkompliziert von Freunden betreut werden konnten, wuchs die Sehnsucht nach einem „großen“ tierischen Partner stetig weiter.
So waren es zunächst die Pferde, deren Eleganz und feines Wesen mich bereits früh faszinierten. Mit 11 Jahren begann mein Weg in die Reitställe meiner Umgebung, wo ich einen sodann einen Großteil meiner Freizeit verbrachte. Die Verbindung zu den Pferden hat mich seitdem nie wieder losgelassen.
Als ich 17 war ging mein größter Wunsch ging in Erfüllung, mein erster eigener Hund zog bei uns ein. Dass er aus dem Tierheim kam, war für mich damals wie heute selbstverständlich – einem Tier aus dem Tierschutz ein sicheres und liebevolles Zuhause zu schenken, ist für mich eine Herzensangelegenheit.

Manchmal führt der Weg zum Herzen über Umwege
Bereits als Jugendliche stand für mich fest, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen wollte. In der 12. Klasse überraschte ich meine Eltern mit dem Entschluss, eine Ausbildung zur Pferdewirtin absolvieren zu wollen. Auch wenn dieser Plan bei ihnen zunächst keine offenen Türen einrannte, unterstützten sie mich auf meinem Weg voll und ganz – ein Rückhalt, der mir das nötige Vertrauen gab, meinen eigenen Weg zu gehen.
Meine erster Anlauf führte mich auf die Rennbahn Hoppegarten. Doch dort stellte ich noch im ersten Lehrjahr fest, dass ich mich mit dem dort praktizierten Umgang mit den Pferden nicht identifizieren konnte. Mein Herz suchte offenbar schon damals nach einer anderen Verbindung zum Tier. So kehrte ich zu meinen Wurzeln zurück – in den familiengeführten Reitbetrieb, in dem ich schon seit Jahren mehrmals in der Woche ritt. Obwohl sie dort zuvor noch nie Lehrlinge ausgebildet hatten, setzte die Familie alle Hebel in Bewegung, um mich als ihren allerersten Lehrling aufzunehmen und auszubilden. Welch ein großes Glück – Danke ihr Lieben für diese wertvolle Zeit – ich durfte meine Ausbildung dort fortsetzen, wo ich mich zu Hause fühlte.
Doch wie das Leben manchmal spielt, schlug ich nach dem erfolgreichen Abschluss zur Pferdewirtin, gesundheitsbedingt, erst einmal einen anderen Weg ein. Ich lernte noch einmal etwas ‚Solides‘ und verbrachte, wiederum nach erfolgreichem Berufsabschluss, einige Jahre als Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte. Obwohl ich in dieser Zeit wertvolle Erfahrungen sammelte und der Beruf mich auch zeitlich sehr forderte, verlor ich den Bezug zu den Pferden im Privaten nie. Im Gegenteil: Ich merkte immer deutlicher, dass mein Herz für die Tiere einfach lauter schlug als für Paragrafen.
Das Universum schenkt mir mein erstes eigenes Pferd
Im Jahr 2002 geschah etwas, das meinen weiteren Weg entscheidend prägen sollte. Die aus Irland importierte Irish-Cob-Stute meiner Schwester brachte völlig unerwartet ein Fohlen zur Welt – ein kleiner „blinder Passagier“! Und so kam ich, ohne es aktiv geplant zu haben, zu meinem ersten eigenen Pferd: Dumbell, einem wunderschönen Schecken. Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, dass die schönsten Geschenke im Leben oft genau dann zu uns finden, wenn wir sie am wenigsten erwarten. Mit Dumbell wuchs nicht nur meine Verantwortung, sondern auch die Gewissheit, dass mein Leben untrennbar mit den Pferden verbunden ist.
Dumbell von Anfang an aufwachsen zu sehen und ihn auf seinem Weg vom ersten wackeligen Schritt bis zum stolzen Reitpferd zu begleiten, ist ein Privileg. Da ich während meiner Ausbildung zur Pferdewirtin tief in den klassischen Ausbildungsweg nach den Richtlinien der FN eingetaucht war, bildete ich natürlich auch Dumbell nach diesen Grundsätzen dressurmäßig aus. Es war das Fundament, das ich gelernt hatte und dem ich damals voll vertraute.

Während unser gemeinsamer Weg recht „normal“ verlief, ahnte ich damals noch nicht, dass mein bisheriges Wissen bald auf eine ganz neue Probe gestellt werden würde. Der große Umbruch und das damit verbundene tiefe Umdenken sollten einige Jahre später folgen – angestoßen durch ein ganz besonderes Pferd, welches mein Verständnis von Training und Therapie für immer verändern würde: Bannon.
Herr „Professor“ und der Weg zum Umdenken
Im Jahr 2007 trat er in mein Leben – Bannon, ein Irish-Cob/Shire-Mix. Ein ganz besonderes Pferd, der recht schnell zu meinem wohl wichtigsten Lehrmeister wurde. Bannon (damals 5-jährig) gehörte, wie auch Tara, die Mutter meines Schecken Dumbell, schon seit 2001 zu unserer Familie, genauer gesagt zu meiner Schwester. Sie waren zusammen aus Irland zu ihr gekommen.

Da er im Umgang teilweise schwierig und den Menschen gegenüber in bestimmten Situationen voller Misstrauen war, fühlte sich meine Schwester den Herausforderungen irgendwann nicht mehr gewachsen. Sie stellte ihn einem erfahrenen Pferdefachmann aus meiner Region zur Verfügung, einem passionierten Kaltblutfan, der Bannon in seinen Gespannen einsetzte. So machte Bannon eine Zeit lang seinen Job als Fahrpferd, was ihn sogar bis zu den „Titanen der Rennbahn“ nach Brück führte. Doch es stellte sich recht schnell heraus, dass er diesen enormen Anforderungen mental nicht gewachsen war.
In diesem entscheidenden Moment fassten mein Freund und ich den Entschluss, ihn zu uns zu nehmen und ihm ein dauerhaftes Zuhause zu geben. Ich nannte ihn liebevoll meinen „Professor“, denn genau das war er rückblickend für mich: Er lehrte mich, alles, was ich bisher über Pferde wusste, noch einmal ganz neu zu betrachten.
An Bannon stieß ich mit meinem klassischen Wissen schnell an meine Grenzen. Mir wurde klar, dass ich seine Mauer aus Misstrauen weder mit Druck noch mit starren Regeln auflösen konnte. Mein Wunsch war es, die Ursachen für sein Verhalten zu verstehen und ihm das Vertrauen in die Menschen zurückzugeben – nicht nur an der Oberfläche, sondern in der Tiefe seines Wesens. Diese Entschlossenheit öffnete mir zunächst die Tür zur Physiotherapie.
Zwei Welten eine Leidenschaft – Von Paragrafen zu Parkett & Pferden
Der Weg zu meiner wahren Berufung forderte Mut zur Veränderung. Während meiner Ausbildung am DIPO in Dülmen entschied ich mich für einen konsequenten Schritt: Ich kehrte der Kanzlei den Rücken und übernahm stattdessen eine Teilzeitstelle an der Rezeption einer Human-Physiotherapie-Praxis. Es war mir wichtig, bereits während des Studiums in einer therapeutischen Atmosphäre zu arbeiten. Diese Zeit nutzte ich intensiv für meine eigene Weiterbildung und besuchte verschiedene Kurse für Massagetechniken am Menschen. Parallel dazu unterstützte ich schon damals stundenweise das Unternehmen meines Lebensgefährten.
Meinen Weg in die professionelle Tiertherapie besiegelte ich schließlich im Jahr 2009 mit dem erfolgreichen Abschluss zur Pferdephysiotherapeutin.
Kurz nach dem Abschluss beim DIPO stieg ich dann hauptberuflich in das Unternehmen meines Partners ein – ein Handwerksbetrieb für Parkettverlegung sowie eigenem Parkettstudio in Bernau. Bis heute arbeite ich dort mit viel Herzblut als stellvertretende Geschäftsführerin an seiner Seite.
Trotz dieses anspruchsvollen Hauptberufs erfüllte ich mir im Jahr 2011 – mit der vollen Unterstützung meines Partners – einen weiteren Traum und machte mich nebenberuflich mit meinem Tierbusiness selbstständig. Was als Traum begann, ist über die Jahre zu einer einzigartigen Leidenschaft gewachsen. Eine Leidenschaft, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die Pferde und die Signale des Körpers ganzheitlich zu verstehen.
Entlang des Weges
Expertise ist für mich kein Endzustand. Ich glaube nicht daran, dass man irgendwann „fertig“ gelernt hat und alle Antworten kennt – darum geht es meiner Meinung nach auch absolut nicht. Bedeutet es doch vielmehr, nie aufzuhören, die richtigen Fragen zu stellen und offen zu sein für neue Möglichkeiten.

Meine wichtigsten Vertrauten sind dabei die Pferde selbst. Jedes Tier, dem ich begegne, bringt seine ganz eigene Geschichte, sein eigenes Wesen und seine individuellen Bedürfnisse mit. Mich immer wieder neu hineinzudenken, ist der Kern meiner Arbeit. Deshalb ist mein Business keine statische Dienstleistung, sondern ein Prozess. Durch fortwährende Weiterbildungen, hinterfrage ich bestehende Muster und ergründe neue Zusammenhänge zwischen Körper, Psyche und der individuellen Verhaltensdynamik der Pferde.
Ein weiteres Puzzleteil
Ende des Jahres 2024 passierte etwas Unerwartetes: Das Thema Tierkommunikation trat in mein Leben. Zuerst ganz unspektakulär in Form eines geschenkten Buches. Es war eines dieser Geschenke – du weißt schon – die erst einmal ein halbes Jahr im Schrank verbringen. Ich gebe zu, Anfangs war ich skeptisch; verlangt mein beruflicher Werdegang doch grundsätzlich nach logischen Erklärungen.
Doch das Thema besaß eine schleichende Hartnäckigkeit und kreuzte von da an häufiger meinen Weg. Als ich mich schließlich durchrang, das Buch zu lesen, fesselte es mich auf eine faszinierende Weise, die ich nicht vorhergesehen hatte und ließ keinen Raum mehr für Zweifel. Es war plötzlich keine bloße Neugier mehr, sondern die Erkenntnis, dass hier eine Ebene wartet, die mich absolut bereichern könnte. Ich begann zu recherchieren und suchte schließlich nach einer fundierten Ausbildung.

Im Sommer 2025 habe ich meine Ausbildung zur professionellen Tierkommunikatorin abgeschlossen. Für mich persönlich ist die Tierkommunikation eine absolute Bereicherung und ein Puzzleteil, das meinen therapeutischen Background um einen entscheidenden Aspekt ergänzt. Während meine Hände körperliche Themen aufspüren, gibt die Tierkommunikation der inneren Welt der Tiere eine Stimme.
Ergänzend kam ebenfalls im Jahr 2024 die BEMER-Therapie hinzu. Für mich ist sie die ideale Ergänzung zu meiner manuellen Arbeit, um dem Körper auch auf physikalischer Ebene genau die Unterstützung zu geben, die er gerade braucht. Sie rundet mein Angebot ab und hilft mir dabei, Pferde noch umfassender bei der Regeneration und der Aktivierung ihrer Selbstheilungskräfte zur Seite zu stehen.
Mein Herzensprojekt
Heute verbinde ich all diese Erfahrungen und Leidenschaften. Meine Arbeit mit den Tieren ist für mich kein Beruf – sie ist mein Herzensprojekt.
All diese Bausteine – vom anatomischen Fachwissen und der Verhaltenstherapie über die energetische Körperarbeit bis hin zur Tierkommunikation – ermöglichen es mir, dich und dein Tier genau dort abzuholen, wo ihr gerade steht. Mein Ziel ist es, euch ganzheitlich und auf Augenhöhe zu begleiten, damit ihr gemeinsam euren stimmigen Weg findet.
Ich freue mich darauf, dich und dein Tier kennenzulernen!