Dein Normal – Euer Glück oder Was dein Pferd wirklich von dir braucht

Dein Pferd braucht dich nicht perfekt es braucht dich echt

Halte einmal inne, schließe deine Augen und spüre in dich hinein. Was zeigt sich?
Dein Tier nimmt dich so wahr, wie du wirklich bist – ohne die Filter und Masken, die wir Menschen im Alltag manchmal tragen. Es spürt deine innere Ruhe, aber auch jede kleinste Anspannung, die sich in deinem Körper oder deiner Stimme zeigt.

Diese Anspannung entsteht oft, wenn wir uns von äußeren Meinungen leiten lassen und das Gefühl haben, wir müssten jemand anderes sein, um gut genug zu sein. Doch die schönste Harmonie entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Authentizität.

Die Verwirrung von außen

Wir Pferdemenschen kennen diese Momente im Stall, auf dem Reitplatz, in der Halle – die gut gemeinten Ratschläge um uns herum. „Du musst konsequenter sein,“ „Du solltest diese spezielle Methode anwenden, dann …“ „Das machen doch alle so“, “ Ich glaub dein Pferd ist der Boss“ ENDLOSSCHLEIFE.

Wenn du dir stumpf die Meinungen anderer überstülpst, ziehst du unbewusst eine Maske an.
Dein Pferd bemerkt dies sofort. Es spürt, dass du in diesem Moment nicht mehr authentisch bist. Es versteht dich nicht mehr, weil es dich hinter dieser Maske nicht mehr erreicht. Für dein Pferd bist du ein flüchtiger Schatten deiner selbst, nicht die authentische Mitte, die es sucht. Es entsteht eine Verwirrung, die beide Seiten belastet.

Frag dich einmal: Wann habe ich das letzte Mal etwas getan, weil ich dachte, ich müsste es tun?


Vertraue deinem Kompass

Dein Pferd wünscht sich nichts sehnlicher, als dass du die fremden Masken fallen lässt. Du bist genug, du bist genau richtig, für dein Pferd.

Eure Geschichte ist einzigartig, eine Geschichte die nur ihr beide schreibt. Die Meinungen anderer, so wertvoll sie manchmal sein mögen, können eure Situation nicht wirklich einschätzen oder verändern. Das kannst nur du.

Dein Impuls, deine Intuition – das ist die Sprache, die dein Pferd versteht. Vertraue auf dieses leise, warme Gefühl im Bauch. Es ist der Kompass, der nur für euch beide geeicht wurde. Was sich für dich und dein Tier im Moment richtig anfühlt, das ist richtig.

Natürlich darfst und sollst du um Rat fragen, wenn es nötig ist, nach Fachwissen suchen, Therapien oder Training in Anspruch nehmen. Aber lass jede Information durch deinen inneren Filter laufen. Fühlt sich das für mich und mein Pferd okay an? Ist es stimmig für uns?

Wenn ja: Wunderbar.
Wenn nein: Atme durch. Es ist mehr als in Ordnung, ‚Nein‘ zu sagen und einen anderen Weg zu gehen.

Loslassen und Glück finden

Dein Normal ist nicht das Normal der anderen.

Überprüfe deine Erwartungshaltungen. Sie sind oft der größte Energiefresser und setzen dein Pferd – und natürlich auch dich – unbewusst unter Druck. Der Druck, der sich aufbaut, weil es „perfekt“ sein soll, weil andere zuschauen, ist ein schwerer Rucksack. Ich sage dir: Perfekt gibt es nicht.

Alles was zählt, ist der Moment und das Gefühl welches ihr teilt. Nur so entsteht die Harmonie, die es braucht um glücklich zu sein.

Dein Pferd braucht keine perfektionierte Methode oder die Zustimmung der Menge. Es braucht dich! Seinen Menschen, authentisch, mit Herz, im Hier und Jetzt.

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